Eine Passerelle für 50 Millionen Franken – und sie bleibt über Monate gähnend leer. Obschon im Eigentum der SBB, hat auch Basel-Stadt als Kanton ein Interesse daran, dass sich die Pendler:innen-Ströme zu den Stosszeiten besser verteilen.
Hier ist der Text der Interpellation zu finden.
Das Transkript meiner Stellungnahme vom 4. Februar 2026 nach der Beantwortung der Interpellation:
Ich möchte an dieser Stelle einfach meinem Befremden Ausdruck verleihen – und das hat gar nichts mit der Regierung oder mit dem Handeln unseres Kantons zu tun – aber ich verstehe nicht, dass man für 50 bis 60 Millionen Franken eine provisorische Passerelle erstellt, diese einweiht und die Signaletik ist noch nicht umgesetzt.
Ich finde das wirklich ein schlechtes Bild, das man da gegen aussen abgibt. Und es ist auch wirklich sehr schade, dass diese provisorische Passerelle, die errichtet wurde, auch um die Hauptpasserelle zu entlasten, dermassen unternutzt ist zurzeit. Es ist mir sehr bewusst, dass die Signaletik, die Anbringung dort, nicht in der Zuständigkeit des Regierungsrates ist. Ich möchte also wirklich nur einfach meinem Erstaunen und meinem Befremden Ausdruck verleihen, dass die SBB mit einem so teuren Bauwerk das so organisiert.
Meiner Meinung nach ist es sehr wichtig, im Auge zu behalten, dass unser Kanton ein vitales Interesse daran hat, dass diese Passerelle besser genutzt wird, weil es in unserem Interesse ist, dass die Pendlerinnen und Pendler, die nach Basel kommen oder von Basel irgendwohin pendeln, auch wirklich gut zu den Zügen kommen. Wir wollen, dass die Pendlerinnen mit dem ÖV pendeln können und nicht, weil sie regelmässig auf der Rolltreppe vom Hauptzugang, vom Centralbahnplatz her stecken bleiben, deshalb ihren Zug verpassen oder irgendwie so, und deswegen auf ein anderes Pendelfahrzeug wechseln.
Deshalb glaube ich, dass es auch im Interesse des Kantons ist, das weiter zu verfolgen. Ich habe aber von Regierungsrätin Esther Keller gehört, dass die Gespräche sowohl mit der SBB als auch mit der Eigentümerschaft des Elsässer Tors laufen. Das ist meine grosse Hoffnung, dass man dort also doch noch eine Zugänglichkeit schaffen kann, die es bisher nicht gibt.
Zur Situation beim Zollbereich: Ich kenne mich natürlich nicht juristisch mit diesen Gegebenheiten aus, aber es dünkt mich schade, dass man dort nicht eine kreative, unkomplizierte Lösung finden kann, um das irgendwie ein bisschen anders zu platzieren oder einen kleinen Durchgang zu machen oder irgendwie so etwas. Schade, dass das nicht möglich ist. Ich nehme es zur Kenntnis.
Und ich bin dann froh, wenn die Bauarbeiten auf der Gundeli-Seite fertig sind und auch dort dann diese Signaletik besser zum Tragen kommt.
In diesem Sinne wünsche ich dem Regierungsrat viel Erfolg bei der Verhandlung mit den Eigentümer:innen des Elsässer Tors und bedanke mich für die Beantwortung der Interpellation.