Verursacherprinzip beim Abfallirrsinn

Einzeln verpackte, geschälte Orangen. „Güetzi“-Päckli die ein Vielfaches des Volumens des essbaren Inhaltes haben. Einzeln verpackte Gurken… Es ist ist unglaublich, wie viel Verpackung wir oft mitkaufen müssen. Für die Entsorgung von Abfall im öffentlichen Raum – egal ob illegal entsorgt (Littering) oder korrekt in öffentliche Abfalleimer geworfen – enstehen dem Kanton Basel-Stadt Kosten in zweistelliger Millionenhöhe. Um einen Anreiz zu schaffen, die Abfallberge zu verringern, wollte ich mit einer Motion ein verursachergerechtes Prinzip einführen. Die Überweisung scheiterte ganz knapp.

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Doch! Sie tragen Mitverantwortung!

Sehr geehrte Konzernleitungen der Grossverteiler

Hören Sie bitte endlich damit auf, falsche Bedürfnisse zu schaffen. Nein, es ist nicht die Nachfrage, die Sie dazu zwingt, Anfang April Erdbeeren aus Spanien und Heidelbeeren aus Marokko anzubieten – dazu im Laden noch als Blickfang an vorderster Stelle im Früchteregal. Nein, Sie müssen dies nicht tun. Sie schaffen damit nämlich erst die Nachfrage. Und das ist uncool und verantwortungslos.

In den letzten Jahren haben Sie kontinuierlich Ihr Sortiment so ausgebaut, dass sich Menschen, die bewusst einkaufen und gesund essen wollen, gut fühlen, wenn Sie Ihr Geschäft verlassen. Bio, Max Havelaar, regional, weniger Zucker, gesündere Nahrungsfasern… dieses Gefühl versuchen Sie mit vielen neuen Produktelinien zu vermitteln. (Ob es dann unter dem Strich immer stimmt, sei dahin gestellt. Aber immerhin unterstützen Sie das Bewusstsein.) Wenn Sie nun aber so früh im Jahr mit Erdbeeren aus Spanien und Heidelbeeren aus Marokko im Sonderangebot locken, machen Sie sich unglaubwürdig. Und Sie treten all jene Werte mit Füssen, die aktuell zum Glück an Aufmerksamkeit gewinnen, wenn Tausende Menschen für eine sorgfältigeren Umgang mit der Erde auf die Strasse gehen.

Ich wünsche mir, dass nicht nur die Politik diesen Druck (endlich) spürt, sondern auch Sie Ihre Verantwortung wahrnehmen. Auch Sie können so kleine Puzzle-Teile dazu beitragen, dass sich etwas ändert. Wenn Sie argumentieren, dass die Käufer*innen der Produkte verantwortlich sind fürs Bereitstellen des Angebots, dann gehören Sie in die gleiche Verantwortungs-Abschiebe-Kategorie wie jene, die der sogenannten Klimajugend den Handy-Besitz vorwerfen. Das kann nicht in Ihrem Sinne sein.

Freundliche Grüsse,
Lisa Mathys.

Erleichtert und vorfreudig

Knapp 52% der Stimmenden haben am 10. Februar Ja gesagt zur Umgestaltung der St. Alban-Vorstadt. Die Altstadt-Strasse, die Kunstmuseum und St. Alban-Tor verbindet, wird zur Begegungszone ohne Trottoirs. Das ist bedeutend behindertenfreundlicher als die heutige Situation mit viel zu schmalen Trottoirs. Ich freue mich und bin erleichtert. Ich bin zuversichtlich, gemeinsam mit den Gegner_innen auch gute gemeinsame Ideen zu entwickeln für die Gestaltung, damit die erhoffte Lebensqualitäts-Steigerung auch wirklich eintrifft.

Radio X hat am Abstimmungssonntag ein kurzes Interview mit mir gemacht.