Wahrlich kein Luxus-Projekt

Es überrascht kaum: Die Basler Zeitung unterstützt das Referendum gegen das Kaserne-Projekt. Die rechten Parteien haben das Referendum ergriffen gegen das 45 Mio.-Projekt, mit dem aus der Kaserne ein Zentrum der Kreativwirtschaft geschaffen werden soll. Sie finden es zu teuer.
Auch ich hatte zu Beginn meine Bedenken. Dies, weil im Ratschlag das Nutzungskonzept für mich zum Teil zu wenig klar formuliert war. Im Vorfeld der Behandlung im Grossen Rat konnten aber für mich die Bedenken ausgeräumt werden.
Anfang Dezember hat nun die Regierung den Medien das Projekt vorgestellt. Die bz Basel berichtete weitgehend neutral (und veröffentlichte am 5.12. meinen angepassten Leserinnenbrief), die BaZ hielt sich nicht an die Fakten, der Artikel ist online nicht verfügbar.
Mein Leserinnenbrief an die BaZ :

Wenn bereits der zweite Satz eines Zeitungsartikels nicht wahr ist… Die knapp 45 Millionen Franken für die Sanierung und Aufwertung der Basler Kaserne sind nicht „für die Öffnung zum Rhein und die Umgestaltung der Räume“ nötig. Rund ¾ davon dienen allein der Erdbebenertüchtigung und der Sanierung des baufälligen Gebäudes. Man kann natürlich auch warten, bis es in sich zusammenfällt… Da soll doch bitte der Journalist bei den Fakten bleiben! (Im Übrigen sei erwähnt, dass weitere 3 Mio. des Betrags dafür gebraucht werden, dass Herbstmesse und Basel Tattoo auch während des Umbaus stattfinden können.)

Das vorliegende Kaserne-Projekt ist also wahrlich kein überteuerter Luxus. Hingegen sind der Nutzen und die Symbolkraft einer Umnutzung und Aufwertung der Kaserne für das Quartier und die ganze Stadt nicht zu unterschätzen. Also gehen wir nicht der BaZ-Kampagne auf den Leim und unterstützen wir das Kaserne-Projekt!