Auf die Schiene mit den Containern!

Es ist eine traurige Bilanz: Nur ein Zehntel der Güter, die im Basler Hafen ankommen, werden dort auf den Zug verladen und so weiter transportiert. Die restlichen 90% gehen leider immer noch auf Lastwagen. Da muss grundlegend etwas ändern!

Nur für das letzte Wegstück – für die Feinverteilung auf der «letzten Meile» – sind Lastwagen-Fahrten nötig. Die längeren Strecken sollen die Container unbedingt auf der Schiene machen, das will die Schweiz seit der Annahme der Alpeninitiative vor 26 Jahren (!) umsetzen.

Heute sind es am Basler Hafen aber also nur knapp 10 Prozent. Das geplante Hafenbecken 3 bietet die einmalige Chance, den Anteil drastisch nach oben zu korrigieren: Durch die neue Infrastruktur mit längeren Zügen und einfacherem Verlad wird es gelingen, einen um ein Mehrfaches höheren Anteil der Container auf die Schiene zu bringen. Um sicherzustellen, dass die Betreibergesellschaft das Ziel erreicht, wurden strenge Auflagen gemacht: Scheitert man beim Verlagerungsziel, kann der Bund seine Finanzierungsbeiträge zurückfordern. Klar, dass alles daran gesetzt werden wird, dies zu vermeiden.

Für die wertvolle Trockenwiese auf der Bahnareal-Brache, die teilweise verschwinden wird, konnten unterdessen Ausgleichsflächen gefunden werden, die ein Vierfaches dessen ausmachen, was wegfällt. Es wird abschliessend gerichtlich festgestellt werden, ob sie genügen. Was wir am 29. November fällen, ist der politische Entscheid für eine sinnvollere, ökologischere Transportkette.

Ein Ja zum Hafenbecken 3 ist ein Ja zum Klimaschutz!