Es ist eine Auszeichnung für unsere Stadt, dass sich (auch) der bz-Chefredaktor David Sieber fragt, ob sich Basel die SVP überhaupt leisten kann. Wunderbar, dass der Gedanke, eine derart destruktive Politik könnte am Rheinknie mehr Einfluss gewinnen, verstörend auf viele Menschen wirkt.

Offenbar haben wir hier ein anderes Klima als eines der Angst, der Ausgrenzung und der Abschottung. Meine Hoffnung lebt: Basel wird sich dagegen wehren, dem irrationalen Rechtstrend zu folgen. Ich glaube weiterhin daran, dass auch die liberalen, wirklichen Mitte-Wählerinnen und –Wähler es – wie einst der heutige Regierungsrat Eymann – nicht gutheissen können, dass Rechtsaussen salonfähig wird in Basel. Mit dem Zusammengehen auf dem Regierungs-Ticket haben ihre Parteien jedoch der SVP schon grosszügig den Steigbügel hingehalten. Den Schaden begrenzen kann ihre Wählerschaft dies jetzt noch, indem sie zumindest dem SVP-Regierungskandidaten die Stimme verweigert und keine einzige Linie auf ihrer Grossratsliste an diese Partei abgibt.